Das Wild dankt den Helfern in Not
Bündner Woche, Mittwoch, 1. Februar 2012
Der harte Winter hat seine Spuren hinterlassen. So begründete auch das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden die Notmassnahmen, die am vergangenen Samstag im Prättigau und weiteren Orten für das Überleben des Wildes zum Einsatz kamen.
Von Liliana Portmann (büdner woche)
Der Kanton hat mit der Notfütterung in drei verschiedenen Regionen in Graubünden eine Teilumsetzung des Notfütterungskonzepts veranlasst.
Das Futterangebot besteht aus Fällen von Prossholz und durch gezielte Fütterung von Heu an bezeichneten Stellen. Am dringlichsten ist der Handlungsbedarf in der oberen Surselva, im Prättigau, Mittelbünden und im Unterengadin. Das bedeutet, dass das Schalenwild (Hirsch, Reh, Gämse und Steinbock) Notzeiten erlebt. Beobachtet werden die kritischen Situationen für das Wild von der regionalen Wildhut, den Hegeverantwortlichen, Jägern, aber auch von der Bevölkerung.
Ruhe ist überlebenswichtig
Je härter der Winter ist, umso wichtiger sind die Voraussetzungen für das Überstehen von Winterengpässen. Die Wintereinstände für das Wild sollten ungestört bleiben. Ruhe ist überlebenswichtig. Bei hohen Schneelagen bleibt das Wild oft tage- bis wochenlang auf engstem Lebensraum, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen.




