Die Jagd
Rehe und Hirsche z.b. sind normalerweise tagesaktive Tiere, welche man zutraulich in den unbejagten Gebieten auf den Wiesen sieht, genauso wie andere Weidetiere, Schafe, Ziegen und Kühe. Erst durch den Jagddruck werden sie in die Wälder hineingetrieben, um sich zu verstecken und wo sie weniger Nahrung finden und es auch deshalb zu Verbissschäden kommt. So entstehen Schäden an den Kulturen, weil sie vom Hunger geplagt sind und der Wald nicht ihre natürliche Umgebung ist.
Damit sind die Jäger auch mitverantwortlich für die vielen Wildunfälle. Jäger verursachen viel mehr Schäden als die Tiere selber, denen sie hinterher rennen. Was für eine Plage die Jäger für die Natur, Umwelt, Menschheit, Tierwelt sind, kann man anhand diversen Rechner und Studien, beim Bund, Versicherungen, SUVA (rund 300 Jagdunfälle pro Jahr in der Schweiz) Gesundheitsämtern, WWF, Greenpeace usw. selber anschauen. Keine Tiergruppe wird so miserable Werte haben, wie die Jäger. Keine Tiergruppe hat einen so schlechten ökologischen Fussabdruck wie die Jäger.
Die Jägerschaft verursacht Personen-, Umwelt-, Sachschäden, Artenschäden usw, die weit über den durchschnittlichen 2% der Verbissschäden durch das Wild an Pflanzen bzw. des Holzertrages liegen.
Es gibt auch Studien die zeigen, dass 90% der Gewaltverbrecher als Tierquäler angefangen haben. Die Jagdwaffen führen zu Missbrauch in unser allem Sozialleben. Immer wieder kommt es zu Schusswaffensuiziden, Drohungen und tödlichen Tragödien. In der Schweiz werden solchen Freizeitkillern immer noch rund 0.58 Millionen Jagd- und Sportwaffen im eigenen Haushalt anvertraut.
Die Jäger nehmen den friedlichen Tieren den natürlichen Lebensraum und beschuldigen sie gleichzeitig, dass sie Schäden anrichten. Man müsse den Bestand regeln, weil wir in einer Kulturlanschaft leben und die Raubtiere (von Jägern immer wieder ausgerottet) verschwunden sind . Der Jäger als Ersatz für fehlende Raubtiere? Raubtiere haben die Wildbestände nie nennenswert reguliert, sondern Krankheiten, Winterhärte und Nahrungsmangel. Jäger lösen keine Probleme, sie verursachen jedoch viel Leid und Schäden.
Man könnte ja auch die Jäger jagen, welche sich dann in unwegsame Gebiete verstecken und dort genaugleich “Schäden” anrichten, um zu überleben. Dies wäre dann Grund genug, wenn man der Jägerlogik folgt, sie militärisch zu dezimieren.
Die heute mehrheitlich aus Spass gejagten Tiere, sind dem Menschen gegenüber friedliche Lebewesen, welche mindestens genauso eine Daseinsberechtigung haben, wie jene der Jäger, um sich an unserer gemeinsamen Evolution zu beteiligen. Wildtiere sind auch von der Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer gerne gesehene Tiere auf Spaziergängen und Wanderungen in Wald und Flur. Leider nur viel zu selten!
Jäger bezeichnen sich gerne als diejenigen, die die Verantwortung für Tier und Natur übernehmen. Doch ihre Praktiken stehen dazu im krassen Widerspruch. Die unzähligen Tonnen Blei welche die Jäger in der Natur zurücklassen beim Schiessen, ist reine Vergiftung. In dem Tiere die kleinen Bleikügelchen abgeschossener Schrotpatronen beim Fressen aufnehmen, gelangt das Blei in die Nahrungskette und die Tiere, besonders die Vögel vergiften sich. Blei ist ein giftiges Schwermetall. Es wirkt sich beim Menschen höchst negativ auf den Blutkreislauf aus und kann akute oder chronische Vergiftungen hervorrufen, auch nach dem Konsum von Wildbret. Doch Bleimunition ist nicht nur für Menschen schädlich, es ist auch eine besonders grausame Form der Jagd. Tiere die angeschossen werden, aber weiterleben, gehen oft danach an einer Bleivergiftung zugrunde. Bleimunition löst unter lebenden Tieren eine Kettenreaktion aus, die sich im Extremfall auf die komplette Flora eines Waldes auswirken kann. Bleischrot in Ufernähe wirkt sich auf den Bleigehalt des Wassers und damit auf die Fische und Vögel, die sich in Wassernähe befinden, aus. Besonders schlimm ist es aber, wenn ein angeschossenes Tier später stirbt und dann von anderen Tieren des Waldes gefressen wird. Dann gehen nämlich auch diese Tiere elendiglich zugrunde. Die Jagd an sich ist sowieso schon reine Tierquälerei, man muss es nicht noch durch Bleimunition verschlimmern.
Beutegreifer wie Greifvögel, Luchs, Wolf und Bär z.B. haben gar keine signifikante Auswirkung auf die Populationsdichte ihrer Beutetiere. Sie sorgen nur dafür, dass schwache und kranke Tiere aus der Natur entnommen werden und so eine positive genetische Auslese in der Population gefördert wird. Da Jäger aber mitunter auch als Trophäenjäger auf prächtige Tiere aus sind, erfolgt dadurch eine schädliche Fehlauslese mit einer genetischen Schwächung der Populationen. Bei den Fischen kann man heute das Gleiche beobachten. Viele Fische haben ihre Vitalität verloren und sind vom Aussterben bedroht durch das widernatürliche Eingreifen der Fischer mit dem Fischbesatz in die Natur.
Die Jäger sind irgendwann dem Irrglauben verfallen, die Natur könne ohne sie nicht leben und leiten daraus das Recht ab, sie könnten und müssten die Natur steuern. Gerade das Gegenteil jedoch ist wahr: Die Natur kann ohne die Jäger sehr gut leben. So, wie der überwiegende Teil der Menschen ihr heute begegnet, würde sie sogar viel besser leben, wenn es den Menschen gar nicht gäbe. Wie weit müssen wir uns von jener Achtung und Liebe zur Natur entfernt haben, die uns die Indianer und andere Naturvölker noch immer vorleben!
Die heutige Jagd zerstört das normale soziale Zusammenleben der Wildtiere und das ökologische Gleichgewicht. Familienstrukturen und Sozialverbände, natürliche Verhaltensweisen wie Benutzung von Bauen und Verstecken, Wechsel von Tag– zur Nachtaktivität werden gestört und es kommt zu verstärkter Abwanderung in nicht bejagte Siedlungsgebiete, unnatürliche Tierkonzentrationen in den Wäldern usw.
Die Jagd ist in den Verdacht geraten, selbst die größte Mitschuld an Schäden im Kulturland zu verursachen. Ob es um die starke Beunruhigung geht, die zu erhöhtem Nährstoffbedarf der Tiere oder zum unnatürlichen Einstehen im Jungkulturenwald führt — auch das Abschießen von ranghohen Tieren führt durch den damit verbundenen Traditionsverlust zum Stress der Population und somit zur unnatürlichen Geburten und Fernwanderungen, welche die Tiere im Kulturland in den Konflikt mit den Menschen bringt. Jäger sind Artenfeinde.
Bezeichender Weise sind es auch die Jäger in der Schweiz, die sich an forderster Front gegen Nationalparks, jagdfreie Zonen usw. einsetzen, um Tieren geschützten Lebensraum zur Verfügung zu stellen, wie zuletzt bei dem Projekt Nationalpark Locarnese-Vallemaggia. Die Natur funktioniert wunderbar ohne die schiesswütigen Freizeitjäger, was anhand von Nationalparks, Kanton Genf, Holland, unzählige Inseln wie Sri Lanka usw. dokumentiert ist.
Der Kanton Genf z.B, kennt seit über 30 Jahren ein Jagdverbot für die Pseudojäger. Genf hat eine sogenannte "Wildpolizei", welche bei Problemen ausrückt. In den Jahren 1998 - 2008 brauchte es keinen einzigen Reh- oder Hirschabschuss. Fakt ist, dass es in keinem Kanton in so kurzer Zeit zu einer derart starken Biodiversität kam wie im Kanton Genf. Auch in weiten Teilen von Belgien wurden die unsinnigen Jagden für die Freizeitkiller faktisch abgeschafft. Moderne wildbiologische Erkenntnisse haben sich durchgesetzt. Seit April 2002 ist die Jagd auf viele Wildtierarten in Holland weitgehend abgeschafft worden: Wildschweine, Füchse, Marder, nahezu alle Vogelarten und auch Rehe und Hirsche dürfen nicht mehr gejagt werden.
Moderner Erkenntnisstand in Ökologie und Wildbiologie zeigt auf, dass sich die Bestandesdichte von Wildtieren aufgrund von Nahrungsangebot, Territorialität, Klima sowie sozialen und physiologischen Faktoren ohne menschliches Zutun besser regelt. Der Jagddruck sowie andere Faktoren hingegen erhöht die Reproduktionsraten der betroffenen Tierpopulationen, was man sehr gut bei den Wildschweinen, Tauben ja bei allen Spezien beobachten kann (Arterhaltung, Überlebensinstinkt, Geburtenausgleich). Die Natur ist weise und wenn sich eine Spezies in Gefahr sieht, dann steigt die Geburtenrate.
Jagd hat mit Grausamkeiten und vorsätzlicher Tötung zu tun. Jagd ohne Mord gibt es nicht. Es geht um Verbrechen aller Art, Gier, Wollust, Lustmord usw. bei der Leidenschaft der Jäger (ein Fieber). Jäger haben im Gegensatz zu nicht jagenden Menschen ein grosses Machtstreben, sie sind aggressiver und sadistischer. In Ermangelung anderer Bestätigungen findet der Jäger im Jagen persönlicher Stolz, Erfüllung und Selbstbestätigung indem er sich beim Töten von friedlichen Tieren abreagieren kann. Das ganze grenzt schon an organisierte Kriminalität.
Auch die Zwangsbejagung auf eigenem Grund und Boden ist in der Schweiz und anderstwo immer noch verankert, obwohl das höchste Europäische Gericht schon vor Jahren diese Praxis mit den Menschenrechten als nicht kompatibel beurteilte. Was demnach in Portugal, Luxemburg, Belgien, Finnland, Dänemark, Niederlande, Frankreich, Großbritannien und Spanien als selbstverständlich gilt, nämlich die Beachtung elementarer Menschenrechte von Grundstückseigentümern, wird hier zu Lande immer noch mit Füßen getreten.
Die Jäger von Heute sind auch keine richtigen Jäger (Jagd zur notwendigen, überlebenswichtigen Nahrungsmittelbeschaffung), sondern meistens Lusttöter - also Pseudojäger, die sich hinterlistig mit hochtechnisierten Ausrüstungen verstecken und nicht selten mit der Schnapsflasche in der Hand warten, bis ihnen etwas vors Visier läuft. Widerwärtiger kann man unsere Mitlebewesen fast nicht eliminieren sowie Angst und Terror verbreiten (wenn Raubtier und Tier sich begegnen). Jede gefühlskalte Kreatur kann nach Lust und Laune herumballern. Munition und Waffen wollen ausprobiert werden. Jeder will mal zum Schuss kommen, eine Trophäe sein Eigen nennen. Die Freiräume der Tiere werden nachweislich immer kleiner. Mit Tierbestandsregulierung hat das schon lange nichts mehr zu tun. Mit Tier– und Naturschutz auch nicht. Eher mit Selektionismus wie im 2 Weltkrieg.
Noch vor 60 Jahren tummelten sich in den Wäldern und auf den Äckern eine Vielzahl von Tierarten, ohne Überpopulation einer bestimmten Tierart. Das Merkwürdige war, dass damals so gut wie keine Schüsse vielen. Es gab zwar Bauern und Förster, aber fast keine Jäger.
Viele Erwachsene waren von den Kriegen traumatisiert. Schießereien, wie sie heute allgemein von den Jägern veranstaltet werden, gab es nicht. Heute, nur sechzig Jahre nach Kriegende hat sich in unserer Gesellschaft wieder ein Personenkreis mit Terrorzellen etabliert, die sich den Waffengebrauch zur Leidenschaft gemacht haben, um damit Konflikte zu lösen. Es hat sich eine neue, kleine und armseelige Kriegsfront gebildet, welche heute im Tierreich wütet.
Rücksichtslos gegenüber Sonn- und Feiertagsruhe wird die Bevölkerung durch diese Gruppen gestört, gemaßregelt und belästigt. Jagd ist letztendlich zu einem heimtückischen und feigen Mord an einem Mitgeschöpf verkommen, Jagd ist Mord aus niederen Beweggründen, ist Töten aus niedersten Instinkten!
Der Mensch hat den Tieren den Lebensraum genommen. Wer bringt das Gleichgewicht in der Natur und auf der Erde durcheinander? Die Tiere sind es nicht - es sind Menschen wie die Jäger. Außerdem schaden die heutigen Jäger auch anderen Tierarten, nicht nur denen, die sie töten dürfen (oder oftmals eben auch nicht töten dürften) und mit nach Hause nehmen als Trophäen.
Und diejenigen Tiere, die alljährlich auf der kulturellen Barbarei, der Jagd, nicht sofort tot sind, erleiden häufig schwere Verletzungen, die sie zu Krüppeln machen. Der Stress den die Jagd auf die Tiere allgemein ganzjährig ausübt - Lärm, Angst, Terror und Verfolgung - schränkt erheblich ihre Fähigkeit ein normal Nahrung aufzunehmen, ihr normales Sozialverhalten aufrecht zu erhalten usw.
In unbejagten Gebieten lassen Wildtiere die Menschen ganz nahe an sich heran und erfreuen Kind und Kegel! Nur die Jagd macht das Wild scheu und schafft eine allgemeine Atmosphäre des Unwohlseins für Mensch und Tier in der Natur.
Es ist schwer nachzuvollziehen, warum es “Jägern” - 0,3 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz - erlaubt ist, wildlebende Tiere mit fadenscheinigen Argumenten zu töten und zu verstümmeln, die im Grunde genommen genauso den 99,6 Prozent Nichtjäger “gehören” und gerne gesehen sind in der Natur.
Die Jägerschaft übt mit ihren zahlreichen Vertretern in Politik und Wirtschaft einen grossen Einfluss auf die Gesetzgebung aus, um ihr blutiges Hobby aufrechtzuerhalten - gleich welche ökologischen Schäden (ganz zu schweigen vom Leid der betroffenen Tiere) hieraus resultieren. Viele Jäger nehmen nur zum Schein Traditionen, Aufgaben usw. an und benutzen sie als Rechtfertigung für das Töten von Tieren aus reinem Selbstprofit oder Hobby. Die überwiegende Mehrheit der Jäger sind auch keine Berufsjäger, sondern sehen das Töten von Tieren als Hobby und Freizeitvergnügen.
Der Wald und die Natur sollte den Menschen und Tieren als friedlicher Erholungsraum und Lebensraums des Zusammenlebens zurückgegeben werden. Unsere Zeit wird zunehmend von Brutalität und Gewalttätigkeiten geprägt und daran ist die Jägerschaft nicht unbeteiligt. Diese negativen Energien von Brutalität, Gewalt, Angst, Terror, Respektlosigkeit und Unbehagen welche die Jägerschaft in der Natur hinterlässt, verbreitet sich über das ganze Land.
In den frühen christlichen Gemeinden galt die Jagd als unvereinbar mit dem Glauben. Jäger wurden nach der Kirchenordnung des Hippolyt aus den Gemeinden ausgeschlossen. Bis heute ist der Priesterberuf im katholischen Kirchenrecht unvereinbar mit der berufsmäßigen Tötung von Tieren. Die Freizeitjäger von heute sind militante Pseudojäger friedlebender Tiere. Jäger gehören zur niedersten Stufe der denkenden, ethisch und moralisch geschulten Gesellschaft an, egal ob sie beim BAFU, WWF oder sonstwo arbeiten. Jagd ist Tierquälerei und Unsittlichkeit. Was sind das für Menschen, die am frühen Morgen in den Wald gehen, um zu töten?
Auch wenn Menschen die Jagen unterschiedliche Charaktereigenschaften haben, vereint die Jäger doch letztlich alle das gleiche Tun: Ein gewalttätiger Umgang mit friedliebenden Tieren und der Natur oftmals nur als Spass, Freizeitvergnügen oder auch als Sport sowie die Vergiftung der Natur mit bleihaltiger Munition. Psychologen, Psychiater und Psychoanalytiker sprechen im Zusammenhang der Jagd von psychischen Defekten.
Es gibt keine Weltreligion, die das Töten von Tieren oder den Fleischkonsum befürwortet. Wenn früher Menschen gejagt haben, wurde dies mit Respekt vor dem Leben getan und nur um die eigene Sippe zu ernähren. Heute muss niemand mehr auf die Jagd gehen, um sich zu ernähren. Die Steinzeit ist vorbei!
Die Jagd steht in der Kritik. Sie ist ethisch fragwürdig und nach Ansicht von namhaften Forschern auch ökologisch und ökonomisch kontraproduktiv, ja sogar schädlich. Tierbestände regeln sich selbst.
Aus diesem Grund gibt es Tierschutzorganisationen, welche die Tiere vor Barbarereien, Tierquälereien und Gewalt zu schützen versuchen. Genauso wie sich früher schon Menschen dafür eingesetzt haben, dass es Kanibalismus, Sklaverei, Hexenverbrennungen usw. nicht mehr gibt. Tiere haben genauso wie die Menschen ein Bewusstsein, Seele und zeigen erstaunliche gedankliche sowie emotionale Fähigkeiten. Die Rechtssprechung widerspiegelt auch die Gesellschaft. Sie verändert sich fortlaufend und ist nicht absolut.
Viele Tiere haben sogar “humanere” Umgangsformen als die Menschen, wie Einfühlung, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Selbstlosigkeit, Opferbereitschaft, Gerechtigkeit, Freundschaft, Gemeinschaftssinn, Fairness, Versöhnung.




