Happige Vorwürfe an Bündner Nachjagd
Die eigentliche Jagd-Saison ist bereits seit anfangs November vorbei. Bis am nächsten Sonntag ist in den Bündner Bergen aber noch die Nachjagd im Gang. Diese wird von verschiedenen Seiten heftig kritisiert.
Für den langjährigen Jäger Hans Fankhauser ist die Nachjagd in den Bündner Bergen nichts anderes als ein Gemetzel. «Die Tiere haben im hohen Schnee keine Chance zu fliehen. Es wird geschossen, was das Zeugs hält», so Fankhauser. Unterstützung bekommt er vom Schweizerischen Wildtierschutz, welcher die Nachjagd als eine Geldmacherei betitelt.
Beat Angerer vom Bündner Patentjäger-Verband lässt diese Vorwürfe aber nicht gelten: «Weil viele Tiere während der Jagdsaison noch ausserhalb des Jagdgebiets sind, müssen wir die Nachjagd durchführen, um die Abschusszahlen zu erreichen.» Und der kantonale Jagdvorsteher Georg Brosi bekräftigt, dass die Nachjäger fach- und weidmännisch vorgehen.




