Medienmitteilungen
Wildruhezonen in Klosters
Artikel der Gipfel-Zeitung, Donnerstag, 16. Februar 2012
Bei herllichem Wetter informierte der "Wildtierschutz Schweiz" mit einem Stand "Respektiere Deine Grenzen" über die Wildruhezonen in Klosters. Dabei halfen tatkräftig Andra Weber und Hubert Schöpfer mit, die interessierten Gäste und Einheimische zu informieren.
Die Botschaft von "Wildtierschutz Schweiz": Es wäre super, wenn sich auch die Davoser/Klosterser "Einheimischen" an die Wildruhezonen halten würden. Die Tiere haben diesen Winter keine Chance, wenn überall Spuren gezogen werden. Die Wildtiere brauche ihre Kraftreserven dringend! Es gibt doch so viele andere Tourenmöglichkeiten.
Wahlkampf: Jetzt geraten die Jäger unter Beschuss
Der Verein Wildtierschutz Schweiz mit Sitz in Davos rät in Inseraten von der Wahl von sechs Bündner Kandidaten für National- und Ständerat ab. Die sechs seien praktizierende Jäger und tolerierten veraltete Jagdmethoden, so die Vorwürfe.
«Jagdsaison in Graubünden wegen Tierquälerei abgesagt!»
Artikel wurde im Prättigau – Gipfelzytig – publiziert.
Tierfreunde, Tierschützer, Freunde einer intakten Natur, sowie Sportler und Pilzler, Touristen und viele mehr würden mit grosser Freude und Erleichterung auf diese Nachricht reagieren.
Doch in wenigen Tagen ist es wieder soweit. Im ganzen Kanton Graubünden, erliegen getriebene Hobby-Jäger ihrer Krankheit, nämlich dem unsäglichen Jagdfieber. Fehlgeleitete Menschen, die Freude daran haben, schon in den frühen Morgenstunden unschuldigen Wildtieren mit dem Gewehr eine Kugel heranzutragen.
Sie verbreiten mit ihren Waffen Terror und Schrecken in der Tierwelt sowie in unserer Umwelt. Zu den von militanten Jägern verfolgten Wildtiere gehören u.a. Rotwild, Rehwild, Gamswild, Steinwild sowie Feldhasen, Murmeltiere, Füchse, Schneehühner, Stockenten und Fasane bis hin zu den verschiedensten Arten von Tauben und Krähen.
Natürlich auch Tierarten, die auf der roten Liste stehen. Im Kanton Graubünden machen noch 3,2% der Bevölkerung bei diesen Barbareien mit, schweizweit gehen noch 0,3% der Bevölkerung auf die Jagd. Die Tourismus-Gebiete werden zum Kriegsgebiet und Touristen wandern ab. Es wird über Wanderwege hinweg geschossen, schockierte Eltern und Kinder begegnen nicht selten übelriechenden und schwer bewaffneten Hobby-Jägern, oftmals sogar alkoholisiert und mit noch blutenden Tiefkadavern auf dem Rücken.
Touristen wollen lebende und nicht tote Tiere sehen, zivilisierte Natur erleben und keine Naturschänder. Sie wollen in der frischen Bergluft Ruhe und Erholung finden und nicht Büchsenlärm und Tierquälereien.
Jagd ist Tierquälerei und Unsittlichkeit. Nicht umsonst unternehmen namhafte Tierschutzorganisationen regelmässig grosse Anstrengungen, um solchen Barbareien Einhalt zu gebieten. Aktuell eine Petition des Schweizerischen Tierschutzes, STS, www.tierschutz.com/jagdpetition.
Die Jagd ist in der Schweiz in Strukturen eingebunden, die demokratische Regeln konterkarieren. Jäger sind oftmals Leiter der Jagdbehörden, entscheiden in eigener Sache über Auslegung, Anwendung und Sanktionen jagdlicher Vorgänge. Diese jagdfreundlichen Strukturen decken personell den gesamten gesellschaftlichen Bereich ab, ein Netzwerk, dass den Beteiligten Vorteile und Abhängigkeiten garantiert.
Jagd bringt den Wildtieren grosses psychisches Leid. Angst, Schrecken und Terror vor dem Abschuss, ist ein Leben lang ihr Begleiter. Die heutige Jagd widerspricht eindeutig einem aufgeklärten, ethischen und zivilisierten Verständnis von Natur und Tieren.
Wann werden auf Grund dieser Tatsachen, diese Tierquälereien endlich beendet? Wann heisst es: «Jagdsaison in der Schweiz wegen Tierquälerei abgesagt?»
Astrid Wallier, Davos Platz
Schweizer Tierschutz STS lanciert Petition zur Jagdschutzverordnung
Der vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) erarbeitete Entwurf zur Revision der Jagdschutzverordnung (JSV) ist aus tierschützerischer Sicht eine reine Enttäuschung. Der Entwurf berücksichtigt einseitig die Interessen der Jägerkreise und seine Umsetzung würde tierschützerische Verbesserungen bei der Jagd auf Jahre hinaus verhindern. Mit einer Petition zuhanden von Bundesrätin Doris Leuthard will der Schweizer Tierschutz STS jetzt Nachbesserungen durchsetzen. Die Unterschriftensammlung ist angelaufen.
Ganze Medienmitteilung als PDF
La Protection Suisse des Animaux PSA lance une pétition relative à l'ordonnance sur la chasse
Le projet de révision de l'ordonnance sur la chasse (OChP) élaboré par l'Office fédéral de l'environnement (OFEV) est une pure désillusion du point de vue de la protection des ani-maux. En effet, le projet prend unilatéralement en compte les intérêts des milieux de la chasse, et sa mise en œuvre fermerait pendant des années la porte à des améliorations de la protection des animaux dans l'activité de la chasse. En lançant une pétition à l'attention de la conseillère fédérale Doris Leuthard, la Protection Suisse des Animaux PSA entend maintenant faire passer des améliorations dans ce projet d'ordonnance. La récolte des si-gnatures a commencé.
Jäger wollen mehr Kronenhirsche
Die Bündner Jägerinnen und Jäger wollen einseitige Kronenhirsche auch am Ende der Hochjagd schiessen dürfen. Der Antrag wurde an der gestrigen Delegiertenversammlung des Patentjäger-Verbands gutgeheissen.
Tierschutz kritisiert Jagdmethoden
Die revidierte Jagdverordnung nützt den Wildtieren nach Ansicht des Schweizer Tierschutzes (STS) nichts – im Gegenteil. Für die Organisation ist es etwa unverständlich, dass die Baujagd weiterhin erlaubt sein soll.
Hilfe, Jäger stören die Winterruhe der Wildtiere
Der Verein Wildtierschutz Schweiz nimmt dazu wie folgt Stellung:
Davos, 10. Januar 2011
Mit den Jagdsystemen, Jagdpolitik und mit unserer Landschaft als Lebensraum für unsere Wildarten stimmt einiges nicht!
In der Schweiz findet in verschiedenen Kantone bis tief in den Winter hinein (Ende Februar) die sogenannte Pass- und Fallenjagd statt. Bei diesen hinterlistigen Jagdformen werden Füchse, Dachse, Marder usw. in der winterlichen Notzeit mit Futter (Katzen- und Hundefutter, Jagdabfälle, Innereinen usw.) angelockt, vertraut gemacht und getäuscht, nur um sie sinnlos und zum Spass töten zu können. Aus Schlafzimmern, Maiensäss, Passhüttchen ausgestattet mit einem Tarnfensterchen wird geschossen.
Egal ob es der gesunde Vaterfuchs oder sogar möglicherweise die Mutter der im Bau liegenden Jungen ist. Gejagt werden sie durchgehend bis 1. März ab dem 15. Juni. Von Jagd kann da wirklich nicht mehr die Rede sein.
Geheimaktion in Graubünden?
Unter mittlerer Geheimhaltungsstufe ist auch dieses Jahr die Sonderjagd in GR im Gang. Die „sogenannte“ Herbstjagd in Graubünden ist in Wirklichkeit ein Genozid an Wildtieren.
Der Verein Wildtierschutz Schweiz nimmt dazu wie folgt Stellung:
Davos, 25. November 2010
Was so unter dem Deckmantel der humanen Herbstjagd daher kommt, ist im Kanton Graubünden ein Zusammenschiessen der Wildbestände von Hirsch und Reh um ein fragliches Kontingent zu erreichen. Ein finanziell interessantes Zusatzgeschäft für das Amt für Jagd und Fischerei.
GV Verein Wildtierschutz Schweiz
Die erste Generalversammlung des Wildtierschutzes Schweiz wurde in Malans abgehalten. Mit zwei Referaten über Wolf, Luchs, Bär und die Berichte einer Schafhirtin war es eine interessante Erfahrung auch von Aussen und aus der Praxis die Erfahrungen zu hören, die in diesem Sommer gemacht werden konnten. Es kam auch da zum Ausdruck, dass Herdenschutzhunde und Esel eine wirksame Massnahme zum Schutze der Schafe vor dem Wolf/Bär sind und es wünschenswert ist, in den direkten Schutz (HSH) mehr Mittel zu investieren. Die Kosten sind im Verhältnis gering und die Wirkung beachtlich. Grundsätzlich ist klar, dass die Politik mit der Abschusslockerung gegenüber dem Wolf, „einen Schuss in den Ofen“ gestartet hat. Die Wölfe werden kommen mit oder ohne Politik, die Probleme sind vorprogrammiert und der Widerstand formiert sich gottlob zusehens.
Nationalratsdebatte zum Wolf
Der Verein Wildtierschutz Schweiz nimmt dazu wie folgt Stellung:
Davos, 30. September 2010
Der Nationalrat hat heute beschlossen, dass die Berner Konvention (Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume) mit der Wolfsproblematik nicht gänzlich aufgekündigt wird. Ob Bestrebungen der Schweiz, den Schutz des Wolfs in dieser Konvention von "streng geschützt" auf "geschützt" herabzustufen, analog zum Luchs, erfolgreich sein werden, wird sich zeigen.
Auf den Vorstoss im Nationalrat, dass nur noch Besitzer von behirteten Schafherden Empfänger von Subventionsgeldern sein sollen, wurde nicht eingegangen.
Die Jäger und das Alkoholproblem
Der Verein Wildtierschutz Schweiz nimmt dazu wie folgt Stellung und fordert:
Davos, 6. September 2010
Dass eine Null-Promille-Grenze auf der Pirsch obligatorisch wird. Ein solches absolutes Alkoholverbot muss bei der nächsten Revision der Eigd. Jagdverordnung implementiert werden, welches vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) konzipiert wird. Genauso wie schweizweit ein alljährlicher Seh- und Schiesstest für die Jäger eingeführt werden sollte!
Bewaffnete und alkoholisierte Jäger haben in der Natur nichts verloren und sind ein schlechtes Vorbild. Viele Jäger monieren selber, dass auf der Jagd zu viel getrunken wird.
Karl Lüönd, ein dunkles Kapitel
Karl Lüönd gibt schon fast gebetsmühlenartig Einblicke in ramponierte Jägerpsychen. Neulich wurden Schweizerinnen und Schweizer in einem Artikel im Tagesanzeiger vom 20. August 2010 "Warum ich Jäger bin" und aktuell auch wieder auf der Homepage vom "Jagd Portal" Zeugen, seiner wirren Aussagen.
Ein Lebewesen hinterrücks zu erschiessen, ist für Karl Lüönd etwas magisches. Herr Karl Lüönd ist ein leidenschaftlicher Naturstörer und kein Jäger im traditionellen Sinn, ein Hobby-Jäger eben. Jagd ist Tierquälerei und Unsittlichkeit.
Hoffentlich schiesst Herr Karl Lüönd nicht auch noch so schlecht, wie er über Lebendfallen und andere jagdspezifischen Themen in der Schweiz Bescheid weiss.
Schadet die Jagd dem Tourismus?
Der Verein Wildtierschutz Schweiz nimmt dazu wie folgt Stellung:
Davos, 19. August 2010
In wenigen Tagen geht es wieder los. Hobbyjäger bewaffnen sich und stören kreuz und quer durch die Schweiz die Tourismusgebiete mit ihrem blutigen Hobby. Es wird über Wanderwege hinweggeschossen, geschockte Touristen und Kinder begegnen schwerbewaffneten Hobbyjägern oftmals sogar alkoholisiert und mit blutenden Kadavern auf dem Rücken. Jagd ist Tierquälerei und Unsittlichkeit!
Statt zu zeigen wie die Wildtiere leben, zeigen Jäger wie sie diese töten. Lieber möchten sie alle Wanderer, Freizeitsportler und Pilzler weg haben, damit sie noch ungestörter ihr El Dorado ausleben können.
Wolfsabschuss Wallis
Der Verein Wildtierschutz Schweiz verurteilt den Wolfabschuss im Wallis von heute aufs Schärfste und nimmt dazu wie folgt Stellung:
Davos, 11. August 2010
Ist der Wolf in der Schweiz erwünscht oder nicht? Diese Frage muss man sich stellen, besonders im Jahr der Biodiversität. Wenn ja, sollte man entsprechend mit ihm umgehen. Toleranz ist angesagt, in der dem Wolf sein Lebensraum aufrichtig zugestehen wird und Unfälle vergütet werden (nur bei Herdenschutzmassnahmen geschützten Tieren), genauso wie man andere Naturereignisse bei Schadensfall auch vergütet.
Jagd 2010
Der Verein Wildtierschutz Schweiz nimmt dazu wie folgt Stellung:
Davos, 10. August 2010
Schon in wenigen Tagen geht es wieder los. Schweizweit erliegen mehrere tausend Jäger einem krankhaften Fieber. Die heutige Jagd ist zum grössten Teil Tierquälerei und Unsittlichkeit. Zehntausende Tiere werden innerhalb weniger Wochen in unserer Nachbarschaft abgeschlachtet.
Von einem »schnellen Tod« kann dabei in vielen Fällen nicht die Rede sein: Rehe und Wildschweine werden oft nur angeschossen, wobei »Expansionsgeschosse« aus den schwer verwundeten, flüchtenden Tieren Blut und Darminhalte als »Pirschzeichen« herausschlagen. Die »Nachsuche« dauert oft Stunden oder Tage, das Tier verendet unter grausamsten Qualen. Kastenfallen bereiten Füchsen und Mardern einen oft tagelangen Todeskampf.
Petition zum Schutz für den Wolf
Der Verein Wildtierschutz Schweiz ist entsetzt über den Entscheid der Walliser Regierung zum erneuten Wolfsabschuss und nimmt dazu wie folgt Stellung:
Davos, 3. August 2010
In der Schweiz gibt es aktuell etwas über 10'000 Schafhalter, die sich um ca. 420'000 Schafe kümmern. Rund 250'000 davon und 20'000 Ziegen werden im Sommer in den Alpen gesömmert, weniger als die Hälfte davon behirtet. Sie teilen sich ihren Lebensraum mit etwa 100'000 Gämsen und Steinböcken.
Wann kommt eine gerechtere Jagd?
Der Verein Wildtierschutz Schweiz nimmt dazu wie folgt Stellung:
Davos, 27. Juli 2010
Mit grosser Freude haben wir zur Kenntnis genommen, dass Pro Natura auch die Auffassung vertritt, dass die Jagd in der Schweiz modernisiert werden muss.
Nach dem Studium einiger Statements zur Jagd von einigen der Befragten im aktuellen Print-Magazin von Pro Natura vom Juli 2010 kommt auch der Verein Wildtierschutz Schweiz zum Schluss, dass der Fisch vom Kopfe her stinkt!
Es ist unabdingbar, dass die Jagd in der Schweiz aus den wirren Phantasien bestimmter Jäger geholt wird und gesamtschweizerisch nach unabhängigen, modernen wildbiologischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie ethischen und moralischen Gesichtspunkten geregelt wird. Es herrscht schweizweit kantonsübergreifend ein durchtriebenes Chaos auf dem Buckel empfindsamer Lebewesen und der Bevölkerung.




