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Frühmad

Rehkitze

Frische, grüne Wiesen sind für Reh und Hase derzeit besonders interessant: Im hoch gewachsenen Gras verstecken sie ihren Nachwuchs sicher vor Fressfeinden. Und sollte sich doch mal ein Räuber nähern, verfahren die Tierkinder nach der Methode „Ducken und Tarnen“. Auch für die Landwirte sind die Wiesen derzeit von großem Interesse, mähen sie jetzt das Gras zur Heugewinnung. Das Zusammenfallen dieser beiden Ereignisse ist risikoreich für Wildtiere. Ducken schützt zwar vor dem Fuchs, nicht jedoch vor dem Kreiselmäher.

Frage: Im Frühjahr wird auf Wiesen das erste Gras geschnitten, um Heu oder Silage für Nutztiere zu gewinnen. Was macht die so genannte Frühmahd so gefährlich für Reh und Hase?

  • „Ducken und Tarnen“ funktioniert nicht beim Kreiselmäher
  • Hohe Geschwindigkeit und bis zu 10 Meter Arbeitsbreite der Mähfahrzeuge
  • Von außen nach innen mähen: Tiere werden gefangen in der Mitte

Frage: Was können Jäger und Landwirte tun, um Jungtiere zu retten?

  • Eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz liegt vor, wenn Verletzung und Tötung von Jungwild durch den Kreiselmäher bewusst in Kauf genommen werden
  • Rechtzeitige Info an die Jäger: Vergrämen der Jungtiere
  • Nachsuchen mit Hunden und Freiwilligen
  • Tiere aus dem Gefahrenbereich – ohne direktes Anfassen

Frage: Umweltfreundliches Biogas kann schädlich sein für Nachwuchs von Wildtieren. Wie das?

  • Um viel Biomasse zu gewinnen, wird bereits im Winter Getreide gesät, das dann im Mai noch grün geerntet wird.
  • Rehe, Hasen und andere Tiere machen keinen Unterschied, ob Wiese oder grünes Getreide, wenn es um einen Platz für die Jungen geht.

 
Mensch und Tier sind gleichwertig, beide haben das Recht auf Leben und das Recht auf Respekt. Je hilfloser ein Lebewesen, ob Mensch oder Tier, je grösser ist sein Recht auf Unterstützung und Schutz. Menschen haben die Verantwortung, mit Lebewesen würdevoll umzugehen.