Die weisse Eule
Mit strengem Blick und stoischer Ruhe hockt die Eule auf Bäumen. Schon seit der Antike sagt man ihr nach, sie sei weise und klüger als andere Vögel. Stimmt das wirklich oder muss am Ast, auf dem die Eule so gerne sitzt, gesägt werden? «Einstein» will’s wissen und zeigt, was an tierischen Mythen dran ist.
Fischotter (Lutra lutra)
Der Fischotter (Lutra lutra) ist ein an das Wasserleben angepasster Marder und zählt zu den besten Schwimmern unter den Landraubtieren. Er kommt in fast ganz Europa vor und wird einschließlich Schwanz etwa 130 Zentimeter lang. Eine eindeutigere Bezeichnung für diese Art ist Eurasischer Fischotter, da es in der Gruppe der Otter noch weitere Arten gibt, die Fischotter heißen, beispielsweise den Indischen oder die Amerikanischen Fischotter.
Feldhase (Lepus europaeus)
Der Feldhase (Lepus europaeus) ist ein Säugetier aus der Familie der Hasen (Leporidae). Die Art besiedelt offene und halboffene Landschaften. Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile der südwestlichen Paläarktis; durch zahlreiche Einbürgerungen kommt die Art heute jedoch auf fast allen Kontinenten vor. Aufgrund der starken Intensivierung der Landwirtschaft ist der Bestand des Feldhasen in vielen Regionen Europas rückläufig.
Zusammen mit dem Schneehasen ist der Feldhase der größte Hasenartige Europas. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 422–680 mm, die Schwanzlänge 62–133 mm, die Länge der Hinterfüße 93–185 mm und die Ohrlänge 85–129 mm. Ausgewachsene Tiere wiegen 2,5–6,4 kg. Das Fell ist lang, die Deckhaare sind im größten Teil des Verbreitungsgebietes gebogen, nur im Kaukasus und in Kleinasien sind sie gerade. Die Wollhaare haben eine weiße Basis. Der Rücken ist variabel gelblich grau, ockerbraun oder braunrot mit gelben Schattierungen und schwarz gesprenkelt. Die Flanken sind mehr rostgelb oder rötlich braun. Kopf und Hals, die Brust sowie die Beine sind hellbraun, der Bauch ist cremeweiß. Die Ohren sind blassgrau und zeigen an der Spitze einen schwarzen, etwa dreieckigen Fleck. Der Schwanz ist auf der Oberseite schwarz, unterseits weiß. Im Winterfell sind die Kopfseiten einschließlich der Ohrbasis weißer und die Hüften mehr grau.
Damhirsch (Dama Dama)
Der Damhirsch (Dama dama) ist ein mittelgroßer, vor allem in Mittel- und Südeuropa sowie in Vorderasien verbreiteter Hirsch. Ursprünglich war er wahrscheinlich auf Klein- und Vorderasien beschränkt, wurde aber durch den Menschen in vielen Gebieten Europas und anderen Teilen der Welt eingeführt. Charakteristisch ist das Schaufelgeweih der männlichen Tiere und das gefleckte Sommerfell.
Dachs (Meles meles)
Der Dachs (Meles meles) ist eines der charakteristischen Säugetiere europäischer Wälder. Zur Abgrenzung von anderen Arten der Dachse (Melinae) innerhalb der Familie der Marder (Mustelidae) wird er auch als Europäischer Dachs oder Eurasischer Dachs bezeichnet. Der Name „Grimbart“ ist dagegen ein volkstümlicher Name, den der Dachs in der Fabel und in Goethes Versepos Reineke Fuchs trägt. Der Dachs ist das Wildtier des Jahres 2010.
Birkwild (Lyurus tetrix)
Das Birkhuhn (Lyrurus tetrix oder auch Tetrao tetrix) gehört zur Familie der Fasanenartigen (Phasianidae). Innerhalb dieser Familie gehört es zu den Raufußhühnern, die früher nach einer heute überholten Klassifikation als eine eigene Familie Tetraonidae behandelt worden sind. Das Birkhuhn ist ein Brutvogel der borealen und subarktischen Waldzone sowie entsprechender (sub-)alpiner und postglazialer Landschaften von Großbritannien bis nach Ostsibirien.
Biber (Castor fiber)
Biber (Castoridae) sind höhere Säugetiere (Eutheria) und gehören zur Ordnung der Nagetiere (Rodentia).
Die Familie besteht heute aus einer einzigen Gattung, Castor, die sich in zwei Arten aufteilt: den Europäischen Biber (Castor fiber) und den Kanadischen Biber (Castor canadensis).
Baummarder (Martes martes)
Der Baummarder oder Edelmarder (Martes martes) ist eine Raubtierart aus der Gattung der Echten Marder innerhalb der Familie der Marder (Mustelidae). Er lebt in Europa und Westasien und ist ein Waldbewohner. Anders als sein Verwandter, der Steinmarder, folgt der Baummarder dem Menschen nicht in die Nähe der Siedlungen.
Auerhuhn (Tetrao urogallus)
Das Auerhuhn (Tetrao urogallus) ist eine Vogelart aus der Familie der Fasanenartigen (Phasianidae) und der Ordnung der Hühnervögel (Galliformes), gleichzeitig auch der größte Hühnervogel Europas. Es besiedelt Nadel-, Misch- und Laubwaldzonen von Schottland über Nordeuropa bis in den Osten Zentralsibirien. In Europa besiedelt es boreale und gemäßigte Zone Europas oberhalb von 1.000 Höhenmeter. Nur sehr vereinzelt kommt es auch in tieferen Lagen vor wie beispielsweise in Ostpolen und der Niederlausitz.
Es ist sehr scheu und stellt große Anforderungen an seine Umgebung. In Mitteleuropa ist es nur noch selten und nur in alten, unberührten Bergwaldregionen anzutreffen, z. B. in Österreich, der Schweiz, Slowenien, dem Bayerischen Wald, dem Fichtelgebirge und im südlichen Berchtesgadener Land. Da es ein sehr geringes Ausbreitungspotenzial hat, sind Kleinpopulationen rasch isoliert.
Der Rothirsch – ein vorbildlicher Energiesparer!
Der Rothirsch ist im Winter ein echter Energiesparer. Er fährt seinen Stoffwechsel so weit herunter, dass die körpereigene „Heizung“ auf Sparflamme läuft. „Die Tiere verharren oft bewegungslos auf der Stelle und sind in eine Art Winterruhe verfallen“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung.




